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ULF - Spitzschlammschnecke
#1
Hallo zusammen,

die Spitzschlammschnecke (Lymnaea stagnalis) gehört zur Ordnung der Lungenschnecken.
Sie wird ca. 4,5 bis zu 7cm lang und gilt damit als größte Wasserlungenschnecke in Europa.
Das Nahrungsspektrum reicht von Detritus über Algen bis hin zu Aas.
Besonders markant für diese Schnecken sind ihre dreieckigen Fühler an deren Rumpf sich die Augen befinden.

Die Spitzschlammschnecke wird gerne als sog. Funktionstier zur Bekämpfung von Süßwasserpolypen eingesetzt.
Jedoch sollte die Temperatur des Beckens nicht über 26 Grad gehen, da bei dieser Temperatur eine recht hohe Sterblichkeit auftreten kann, was auf einen geringeren Sauerstoffgehalt im Wasser zurückzuführen ist.

Gruß Micha

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#2
Hallo Micha,

diese Schnecken sind Zwischenwirte für alle möglichen Parasiten. Nach meinen dunklen Erinnerungen auch für Menschen gefährlichen Parasiten.
Exemplare aus der Natur würde ich nicht so einfach ins Aquarium setzen.
Besser diese Schnecken aus Laich ziehen, damit sie parasitenfrei sind.

gruß jo
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#3
Hallo Micha,

ich kann noch hinzufügen, daß im Aquarium nachgezogene Tiere eine gewisse Toleranz gegenüber höheren Temperaturen entwickeln. Bei mir ist auch während der Hitzeperiode mit 30° im Becken keine Schnecke verendet (allerdings mit Diffusoren).
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#4
Hallo,

ich hatte ein solche Schnecke mit stolzen 5cm Panzerlänge im Becken, die mir dann aber leider während der Hitzeperiode verstorben ist...
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#5
Hi
danke für für Info Jo. lach
Ich habe heute 2 dieser Tiere
gekeschert,mit ganzen 6cm länge lach
zum Glück hab ich sie nicht in ein Aq gesetzt
im Moment sind sie in einem meiner Schneckengläser.
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#6
Hi Jo,

danke für die Info.
Ich werde diese die Tage mit in die Beschreibung mit aufnehmen.
Hast du vielleicht Informationen dazu, welche Fische als Endwirt dienen, oder kann es jeden treffen?

Gruß Micha
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#7
Hallo Micha,

ein Stichwort ist Leberegel.

Ich zitier mal aus Wikipedia
Zitat:Ein erwachsener Leberegel legt im Gallengangsystem des Endwirtes Eier ab, die mit dem Kot in die Umwelt gelangen. Diese Eier überleben dort 2 bis 6 Monate. Sie sind 130–150 µm lang, 62–90 µm breit und von charakteristischer gelblicher Färbung mit einem Operkulum, sind aber nicht von Eiern der Art Fasciola gigantica zu unterscheiden. Die Eier reifen im Wasser. Wenn die klimatischen Bedingungen günstig sind (15–25 °C), entwickeln sich innerhalb von 9–21 Tagen die Wimpernlarven (Mirazidien). Unter 10 °C findet keine Weiterentwicklung statt, die Eier bleiben jedoch über Monate lebensfähig.
Die Wimpernlarven schwimmen nach dem Schlüpfen mit Hilfe ihrer Zilien, bis sie einen Zwischenwirt finden. Dies muss innerhalb von 24 Stunden geschehen, da die Mirazidien ansonsten absterben. Als Zwischenwirt fungiert die amphibische Zwergschlammschnecke (Lymnaea truncatula, auch „Leberegelschnecke“ genannt, < 1 cm Länge). In Australien ist der Zwischenwirt Lymnaea tomentosa, in Nordamerika Fossaria modicella und Fossaria bulimoides. Als weitere Gattungen werden von Gerhard Piekarski Galba und Radix genannt (Siehe Lungenschnecken).
In der Schnecke entwickelt sich die Larve zur Sporozyste weiter, in der sich mehrere Redien bilden, die wiederum Tochterredien bilden, bis sich aus diesen Schwanzlarven (Zerkarien) entwickelt haben. Dieser Vorgang dauert ca. 2 Monate und endet in bis zu 2000 Zerkarien. Die Zerkarien entwickeln sich in der Schnecke am besten bei Temperaturen von 20 bis 25 °C innerhalb von 6 bis 7 Wochen.
Die Idealtemperaturen sind auch noch Aquarientemperaturen. zickig
Wasserschnecken sind beliebte Zwischenwirte. Müßte man weiter zusammensuchen, was es so an Parasiten gibt. Mal nachher im Baseleer blättern.

gruß jo
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#8
Jetzt hab ich Gewissheit, dass meine Lieblingschnecke keine "gewöhliche" Blasenschnecke ist. Was mir auch bei mittlerweile 25 mm Gehäuselänge nach ca. 3 Monaten nicht mehr stimmig schien zwink .
Was mich besonders freut, die "Kleine" wird 3-4 Jahre alt yeah
Dann will ich mal hegen und pfegen, damit auch der Nachwuchs durchkommt.

Gruß
Sandra
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#9
Hallo Sandra,

hast du mal ein Foto deiner Schnecke?
25mm und Blasenschnecke passt nicht so ganz zusammen.

Gruß Micha
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#10
Es ist jedes Mal die Selbe Schnecke. Die stark verschiedenen Färbungen kommen durch Beleuchtung und Einsatzes des Blitzes zustande.


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