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- Dennis Furmanek - 23.10.2011 Hallo, Zitat:Wer nur liest, weil er wenig Aquarien hat, wenig ausprobiert, dem wird die Praxis fehlen, der wird sein (theoretisches) Wissen nicht auf Alltagstauglichkeit überprüfen, der kann nicht überprüfen welche Relevanz diese Theorie für die Praxis hat, der schleppt dann oft theoretischen Ballast mit sich herum.Eigentlich ist es eher das nicht vorhandenen oder selbstgestrickte scheinbare theoretische Hintergrundwissen, das zu solchen Auswüchsen führt. Wenn man sich wirklich mit den Grundlagen befasst, dann müssen die vielen Fehler in der Argumentation nämlich eigentlich auffallen. Bei der elendigen Fische und Wasserwerte Diskussion vorgebrachten Hypothse "Fische, die in der Natur in weichem Wasser leben, brauchen weiches Wasser" sind die dafür immer wieder, z.B. hier, vorgebrachten Argumente durch valides Hintergrundwissen (Fischphysiologie, Ökologie) leicht als irrig zu entlarven. Ich halte es auch für falsch, eine Dichotomie zwischen Theorie und Praxis aufzubauen. Theorie ist Wissen, Praxis die Anwendung von Wissen durch Fertigkeit. - Parat - 23.10.2011 Zuheissgebadet schrieb:Tatsächlich werden nie die unerfahrenen Nachfrager als Blödmänner dar gestellt, sondern die "Berater" denen das grundsätzliche Wissen fehlt, die aber gerne "helfen" wollen, dies aber nicht können. und ich wüsste nicht was daran verwerflich ist. Selbstverständlich sind geschwätzige Möchtegernfachleute Blödmänner. Was denn auch sonst? (Was "er war stehts bemüht" im Arbeitszeugnis bedeutet weiß man ja wohl) ----------------------------------------- Dennis Furmanek schrieb:Bei der elendigen Fische und Wasserwerte Diskussion sind das bei den immer wieder, z.B. hier, vorgebrachten Argumente durch valides Hintergrundwissen (Fischphysiologie, Ökologie) leicht als irrig zu entlarven. Die Wasserwertediskussion wurde seinerzeit von Leuten ins Internet getragen, deren Aquaristik kaum vorhanden bis sehr übersichtlich war. Auch in den heißen Jahren wurde die angebliche Bedeutung der Wasserwerte nur von Leuten gepredigt, die zwar reich an Worten aber arm an Aquarien waren. Selbiges Phänomen findet sich in den anderen Brandthemen (Aquariengröße, Fischdichte und so weiter) immer wieder. - Dennis Furmanek - 23.10.2011 Hallo, natürlich decken sich die aufgestellten Behauptungen auch nicht mit den in der aquaristischen Praxis beoachtbaren Fakten. - spec. - 23.10.2011 Moin, Tito schrieb:Wir kamen vom Thema Nitrit. [...]Oder "schwurbele" ich, da ich, seitdem ich die Abhandlungen gelesen habe, meine Einstellung zum Thema Nitrit geändert habe und wesentlich gelassener damit umgehe? Ich habe vor gut 30 Jahren mein erstes Becken, nach Anleitung meines alten Herrn aufgestellt. Ja, richtig: nicht aufstellen lassen, sondern selbst aufgestellt. Da hat mein Alter Wert drauf gelegt, das ich das selber mache. Kies und Wasser rein, nen Löffel Salz hinterher und am nächsten Tag die ersten Fische rein. Und dann immer schön ins Becken gucken. Von Nitrit wusste ich nix, mein alter Herr würde sicher auch nur sparsam gucken, wenn man ihm davon erzählen würde... So Anfang zwanzig habe ich auf ca.14qm Wohnfläche so um 500l auf 4-5 Becken verteilt stehen gehabt, ohne Literatur oder Internet oder auf andere Quellen zurückzugreifen, habe ich Skalare und Bettas gezogen. Tw. unter Umständen, wo mir heute jeder Internet Aquariner sagt das das gar nicht geht und das dann sogar noch mit Quellen "belegen" kann. Dazu braucht der die Fische auch gar nicht gehabt zu haben..., weil "man muss ja nicht auf die Herdplatte gefasst haben um zu wissen das die heiß ist". Gibt halt Leute die müssen darüber palavern, das es so und so sein muss, ohne selbst jemals was auf die Kette zu bekommen Das der eine oder andere sowas nicht Ernst nehmen kann sollte wohl nicht verwundern. Und das der eine oder andere trotzdem was dazu in Foren schreibt dürfte daran liegen, das derjenige trotz allem ein Interesse daran hat, das die "normale und entspannte Aquaristik" weiter für alle zugänglich bleibt. Dieses verkopfte und theoretische hat nämlich zur Praxis oftmals einen Null-Bezug, ist wie die Pest.... gibt Leute die können beweisen, das Hummeln nicht fliegen können und das die Kängurus alle schn verhungert sind... In diesem Sinne: machen..., nicht labern LG - Dennis Furmanek - 23.10.2011 Hallo, das was viele hier als Theorie bezeichnen sind genau genommen im besten Fall Hypothese, meist jedoch leidglich unbelegte Behauptungen oder schlicht sachlich (belegbar, demonstrierbar) unrichtige Annahmen. Theorie dient dazu zu erklären, warum bestimmte Dinge in der Praxis so sind, wie sie sind. Dadurch erst werden sie steuerbar, nachvollziehbar uns gezielt reproduzierbar. Wissen aus der aquaristischen Praxis basiert in aller Regel lediglich auf anekdotischen Beobachtungen, weil weder Rahmenbedingungen noch Ergebniserfassung nach formalen Regeln erfolgen und die Beobachtungen meist gar nicht dokumentiert und formal ausgewertet werden. - Kleiner - 23.10.2011 Hallo, ich verstehe die ganze Diskussion nicht Habe mir einen Teil hier mal durchgelesen und finde es bemerkenswert wie man sich wie die Kinder streiten kann. Irgendwie fast schon unterhaltsam Jetzt gebe ich aber noch meinen Senf dazu, Becken "einfahren" wird in jedem aber auch wirklich JEDEM Aquariumbuch empfohlen. Man solle Mindestens 2 Wochen warten. Wie jeder das jetzt macht ob mit Starter oder ohne Starter oder ob man alten Kies oder Filtermatterial verwendet oder nicht, muss jeder selber wissen. - Tito - 23.10.2011 Zitat:Und genau das ist der Schritt zu viel. Du kannst aufgrund fehlender Erfahrung gar nicht beurteilen ob der verlinkte Text tatsächlich zum Thema passt. Wenn jemand bezüglich der Nitritverträglichkeit nachfragt, fehlt mir also die Erfahrung um einen Link bezüglich Nitritverträglichkeit weiterzugeben? Und das kannst Du mal eben so aus Deinem stillen Kämmerchen heraus beurteilen? Kann es irgendwie sein, dass Du da einem kleinen Gottkomplex unterliegst? Zitat:und jetzt erläutere mal warum Du vorher verspannter damit umgegangen bist. Das ist doch der Punkt. Irgendwas muss Dich doch aufgeheizt haben. Ich schrieb bereits, dass es immer wieder zu Kollateralschäden bei Anfängern kommt, die Ihre Becken zu schnell besetzen. Nitrit ist dafür eine einleuchtende Erklärung gewesen, besonders da die direkte Dissoziation im Fischblut eine Erklärung für die hohe Toxizität gegeben hat. Leider hat man in den seltensten Fällen eine saubere analytische Aussage bezüglich der tatsächlichen Konzentrationen bekommen, da die Aquarienanalytik das sowieso nicht hergibt und bei Anfängern ein systematisches Vorgehen im Angesicht von sterbenden Fischen auch nicht zu erwarten war. Und nein, mir waren meine Tiere zu schade um diesbezüglich einen Positivtest zu fahren... Gruß Thomas - Dennis Furmanek - 23.10.2011 Hallo, Zitat:Jetzt gebe ich aber noch meinen Senf dazu, Becken "einfahren" wird in jedem aber auch wirklich JEDEM Aquariumbuch empfohlen. Man solle Mindestens 2 Wochen warten.Muss es deswegen zwingedn richtig sein? Ist eine Aussage wahr, alleine weil sie von vielen geäußert wird? Vielleicht übernimmt das n+1te Buch die Aussage nur unrefelktiert, weil sie in n Büchern steht? Argumentum ad populum, Argumentum ad verecundiam - Tito - 23.10.2011 spec. schrieb:Ich habe vor gut 30 Jahren mein erstes Becken, nach Anleitung meines alten Herrn aufgestellt. Und ich vor 35. Ohne Hilfe, ohne Anleitung. Nur mit einem Buch (sic!) und viel Enthusiasmus. Und nun? Bin ich jetzt der bessere Aquarianer? Gruß Thomas - Parat - 23.10.2011 Tito schrieb:Wenn jemand bezüglich der Nitritverträglichkeit nachfragt, fehlt mir also die Erfahrung um einen Link bezüglich Nitritverträglichkeit weiterzugeben? und wie willst Du beurteilen dass der Text richtig ist? Vermutlich gar nicht. Du verlinkst also etwas von dem Du gar nicht weist ob darin eine Bombe lauert. Das ist schon sehr schlecht und verantwortungslos. Zitat:Und das kannst Du mal eben so aus Deinem stillen Kämmerchen heraus beurteilen? Es geht nicht um besser, sondern um intensiver |