sage schrieb:und wenn jemand 50 Jahre nur Guppys hält...na und...dann kann der zu Guppys was posten, den die Erfahrung mit diesen Fischen hat er ja...zu Skalaren wird der sich auch freiwillig zurückhalten, weil er sie eben nicht kennt bzw. hält.
so sollte es sein, ja.
Zitat:...und ja, Höflichkeit im Umgang ist das A und O in einem Forum...Zankcommunities bringen niemandem was...außer denen, die um des Zoffens willen dort sind.
Die anderen sind dann schnell weg...
Das ist richtig. Nur leider wird die Forderung des freundlichen Umganges von einigen dazu benutzt, dass sie über Dinge fabulieren von denen sie aus ihrer eigenen Aquaristik heraus nichts kennen (können). Das endet dann nicht selten in einem Abtausch von Vermutungen und Bezug auf Links und Literatur und das wird auch nicht wirklich kenntlich gemacht.
Dieser Thread entstand ja auch aus sowas. Es gefiel einigen nicht was jemand per Versuch zum Nitrit erarbeitet hatte und sie begannen darüber zu debattieren ohne das einer der Diskutanten auch nur ansatzweise was handfesteres vorweisen konnte. Nichts, nur aus dem Bauch gezogene Meinungen, nichts wirkliches.
Klar, die Leute wollen aquaristisch schreiben und diskutieren. Alles wunderbar. Nur es geht aber leider nicht um das Wollen, es geht um das Können und das wiederum wird durch die eigene Aquaristik limitiert. Wer mehr schreiben will, der soll mehr Aquaristik machen. Wer das nicht kann (oder will), der kann halt nicht mehr schreiben. Es ist kein Ponyhof mit Wunschparade wo der Wille und die gute Absicht ausreichen.
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Hi,
Zitat:in Reitställen läuft es häufig so ab...die Pferdebesitzer...die kleinen Stallmädchen können Neulinge schon schnell vergraulen
Oh ja, selbst erlebt. "Stall- Mafia" nennt man das.
By the way: Bei uns im Stall fallen mir zwei Besitzer ein, die schon viiiel länger dieses schöne Hobby ihr eigen nennen und schon unzählige Pferde ihr eigen nannten. Die eine hat grad vier. Erstens würde ich mir niemals ihre fragwürdigen Methoden, mit ihren Pferden umzugehen, aneignen wollenn und zweitens sehe ich auch, wie vier Pferde darunter leiden, dass der Besitzer noch nicht mal für eins die nötige Zeit aufbringen kann. Daraus resultiert dann, dass das Tier unterbeschäftigt ist, zuviel Bewegungsdrang bekommt und dem Besitzer Angst macht- ein Teufelskreis- ein unreitbares, weil nicht gerittenes Pferd.
Eine Verständnisfrage zum Thema hab ich noch:
Was macht eigentlich ein Vielbeckler und Dauerndumsteller mit den Fischen?
Moin,
au man, von den 15 Seiten könnte man jetzt getrost 10 löschen, die tun überhaupt nichts zur Sache.
Ich für mein Teil sähe es ja lieber, wenn man Neulingen Hilfe zur Selbsthilfe angedeihen liesse, statt ihnen vorzukauen, was genau sie tun sollen. Das schliesst u.a. auch mit ein, ihnen beizubringen, wie man Becken ohne Einfahren besetzt. Warum? Es kommt so oft vor, daß ein Neuling sein Becken vermeintlich eingefahren hat, indem er es brav nach der Einrichtung 3 Wochen stehen liess... und dann schmeisst er 20 Fische auf einmal da rein und schwupps, hat er den schönsten Nitritpeak.
Das Problem fängt schon damit an, daß die Verfechter des Einfahrens in den seltensten Fällen RICHTIG erklären, wie man ein Aquarium einfährt. Da wird das Anfüttern der Bakterien gern vergessen. Hinzu kommt, daß viele, die das Einfahren verfechten, sich auch nicht ausreichend mit der Mengenbildung der Bakterien auseinander gesetzt haben und deswegen nur Halbwissen weiter geben.
Der Vorteil des Nicht-Einfahrens ist der, daß der Aquarianer von vornherein nicht in Sicherheit gewiegt wird, sondern zum Beobachten gezwungen. Man bringt ihm von Anfang an bei, zu bemerken, wenn sich Fische anders verhalten. Das muss gar nicht gleich so auffällig sein, daß sie japsend unter der Oberfläche hängen, sondern es kann sich schon in auffälligen Bewegungen äussern... oder ähnlichem. (Das vermeidet dann auch solche Topics wie: "Hilfe, meine Fische hängen alle an der Oberfläche, was soll ich tun!!!!" und einen dusseligen Aquarianer, der dann lieber 24 Stunden wartend vor dem Bildschirm sitzt, statt sich nen Eimer zu schnappen und Wasser zu wechseln)
Solche Aquarianer brauchen auch in den seltensten Fällen irgendwelche Tests. Ich glaube, ich habe bei den 50 Becken, die ich im Verlauf der letzten drei Jahre aufgestellt habe, vielleicht insgesamt dreimal Nitrit geprüft... allerdings in Brackbecken, weil die da mehr Sorgen machen als andere. Ansonsten SEHE ich, wenn etwas nicht stimmt (was auch ausgesprochen selten vorkommt), bevor es eskaliert.
Und um mal auf Anlesen etc. zu kommen: ich pflege ja nun zum allergrößten Teil Fische, zu denen es so gut wie keine Literatur oder Erkenntnisse gibt. Ich frage mich, wenn es so sehr auf das Lesen und Lernen ankommt, wie denn die Leute, die das geschrieben haben, zu diesem Wissen gekommen sind? Was macht man denn mit Fischen, über die es keine Erkenntnisse gibt? Gar nicht erst ins Aquarium holen? Dann wär die Aquaristik aber arm....
Schniefxx schrieb:Hi,
Oh ja, selbst erlebt. "Stall- Mafia" nennt man das.
By the way: Bei uns im Stall fallen mir zwei Besitzer ein, die schon viiiel länger dieses schöne Hobby ihr eigen nennen und schon unzählige Pferde ihr eigen nannten. Die eine hat grad vier. Erstens würde ich mir niemals ihre fragwürdigen Methoden, mit ihren Pferden umzugehen, aneignen wollenn und zweitens sehe ich auch, wie vier Pferde darunter leiden, dass der Besitzer noch nicht mal für eins die nötige Zeit aufbringen kann. Daraus resultiert dann, dass das Tier unterbeschäftigt ist, zuviel Bewegungsdrang bekommt und dem Besitzer Angst macht- ein Teufelskreis- ein unreitbares, weil nicht gerittenes Pferd.
Eine Verständnisfrage zum Thema hab ich noch:
Was macht eigentlich ein Vielbeckler unt Dauerndumsteller mit den Fischen?
Kann ich Dir leider nicht beantworten...wenn ich mir ein Tier anschaffe...schon ein blödes Wort...ein neues Familienmitglied ins Haus hole, egal ob Katze, Hund oder Fisch...dann übernehme ich die Verantwortung dafür bis ans Lebensende dieses Tieres...ok...kleine Guppys mal ausgenommen...aber wer will schon Lafers Fischsuppe im Aquarium...
Zu jeder Tierart gibt es Fachliteratur, erfahrene Züchter etc....und die haben mit ihren Ausführungen nicht unrecht...aber es amcht halt immer noch nen Unterscheid, ob ich "Tony, the pony" oder "Williams pride" im "Stall" habe...fängt schon bei der Fütterung an...
Sage
Schniefxx schrieb:Eine Verständnisfrage zum Thema hab ich noch:
Was macht eigentlich ein Vielbeckler und Dauerndumsteller mit den Fischen?
Züchten, abgeben und verbreiten.
Was macht aber der Züchter, wenn´s mal keine Nachfrage nach Fischen gibt?
Oder, wenn ein Teil der Fische nicht so farbenprächtig geraten ist?
Wenn ich mir einen Hund oder ne Katze aus dem Tierheim hole, wird ja mittlerweile kontrolliert, ob ich das Tier auch vernünftig behandle, ich muß u.a. auch unterschreiben, daß ich es nicht weitergebe, ohne Einverständnis des Tierheims...
Wie handhabt das ein Fischzüchter? Ich meine nur, eine Garantie, daß der Käufer die Fische gut behandelt, gibt es ja nicht...theoretisch könnte der die nach 3 Wochen in den nächsten Fluß werfen und sich ein neues Hobby suchen...
Außerdem wird ja in den "Fisch"-Foren immer moniert, daß die meisten Fische aus diesen asiatischen Chemiebecken stammen und daher zu empfindlich sind...nun werden diese Züchter da auch etliche 100 Becken betreiben und...aus Erfahrung sagen können, daß ihre Methode die Fische gesund und am Leben erhält...ihre Empfehlung an Fischfreunde würde sicher lauten, ebenfalls das Wasser mit Chemie (Antibiotika) vollzupumpen...etwas, das dem größten Teil der hiesigen Aquarianern sicher sämtliche Haare zu Berge stehen lassen würde...
Sage
sage schrieb:Was macht aber der Züchter, wenn´s mal keine Nachfrage nach Fischen gibt?
Oder, wenn ein Teil der Fische nicht so farbenprächtig geraten ist?
es gibt immer eine Szene. Nur die findet man nicht in Foren. Dazu muss man sich schon aus dem Haus bemühen und entsprechende Veranstaltungen besuchen. Da werden solche Fische dann üblicherweise auch getauscht. Bezahlen ist eher selten.
Auch lassen sich solche Fische oft gar nicht so einfach nachzüchten, dass man ernsthaft problematische Mengen hat. Kommt mal vor, aber die Regel ist das nicht.
Zitat:Wie handhabt das ein Fischzüchter? Ich meine nur, eine Garantie, daß der Käufer die Fische gut behandelt, gibt es ja nicht...theoretisch könnte der die nach 3 Wochen in den nächsten Fluß werfen und sich ein neues Hobby suchen...
An der Stelle setzt das an, was Unwissende als Geheimniskrämerei und Arroganz bezeichnen. Es ist aber nur ein Schutzmechanismus. Nicht jeder bekommt den Fisch sondern nur Leute die hinreichend vertrauenswürdig sind. Diese Vertrauenswürdigkeit müssen sie sich erarbeiten, z.B. in dem sie selber auch solche Fische haben bzw. sich an die selteneren heranarbeiten.
Kommt bei mir Person Meier an und will Aph. cameronense XYZ, dann bekommt er den nur wenn er in der Szene bekannt ist oder aber was zu tauschen hat was mich interessiert oder ein anderer aus der Szene für ihn spricht. Einfach in die Weltgeschichte werden die Fische nicht gekippt.
Zitat:Außerdem wird ja in den "Fisch"-Foren immer moniert, daß die meisten Fische aus diesen asiatischen Chemiebecken stammen und daher zu empfindlich sind...
In Foren wird viel Unfug geschrieben. Ja, es gibt diese chemischen Dampfkessel und Fische daraus sind fragwürdig. Nur alle betrifft das nicht und es betrifft auch nur Arten die das mit sich machen lassen.
Außerdem haben Zuchtbetrieb, Exporteur, Importeur/Großhänder und zuletzt auch der Einzelhändler ein natürliches Interesse daran ihre Kunden zu behalten. Mit schlechten Fischen gelingt ihnen das nicht.
Der Importeur bezahlt den Lieferanten im Ausland auch nur nach lebenden Fischen. Der wird seine Fische also auch so packen und versenden, dass sie möglichst gut ankommen, weil für tote Fische bekommt er kein Geld.
Zitat:nun werden diese Züchter da auch etliche 100 Becken betreiben und...aus Erfahrung sagen können, daß ihre Methode die Fische gesund und am Leben erhält...ihre Empfehlung an Fischfreunde würde sicher lauten, ebenfalls das Wasser mit Chemie (Antibiotika) vollzupumpen...etwas, das dem größten Teil der hiesigen Aquarianern sicher sämtliche Haare zu Berge stehen lassen würde...
Nö, solche Methoden sind in D absolut nicht vorhanden. Wenn das raus kommt würde derjenigen keinen Fisch mehr absetzten. Außerdem werden in D und dem westlichen Europa eher keine Fische gezüchtet die sich in Asien und Israel in Massen machen lassen. Das lohnt sich nicht, die Energiekosten sind zu hoch.
Sage, ich glaub, Du verwechselst da geerade Äppel mit Birnen. Kommerzielle Fischzucht ist ein ganz anderes Ding als Fischzucht aus Liebhaberei.
Um mal Deine Frage zu beantworten:
Wenn ich Jungfische aufziehe, weiß ich relativ genau, ob und wieviele ich davon loswerde. Ich ziehe so viele auf, wie ich unter die Leute bringen kann (was salopp ausgedrückt ist). Das sind nicht so viele, weil ich ein recht spezielles Gebiet habe. Aber wie Du aus meiner Signatur entnehmen kannst, habe ich gleichzeitig mit der Zucht der Tiere auch ein Forum dazu ins Leben gerufen.
Ich kann mit Fug und Recht behaupten, daß von allen Nachzuchten, die ich bisher abgegeben habe, nur zwei Leute dabei sind, die es nicht geschafft haben. Alle anderen halten entweder im Forum oder per Mail/Telefon Kontakt.
Allerdings ist Deine Frage sowieso etwas merkwürdig. Was denkst Du denn, wieviele Tiere aus dem Handel überleben? Ich glaube, da dürfen wir gut und gern von 50% sprechen. Da sind wir Privatzüchter weitaus besser aufgestellt, weil die Leute über den persönlichen Kontakt an Fische kommen, die sie oft im Handel gar nicht bekommen können. Wo sie ordentlich beraten werden, Tipps zur Haltung der Nachzuchten bekommen und ganz anders damit umgehen, als wenn sie die für 50 Cent hinterher geschmissen kriegen.
Edit: Und Olaf hat vollkommen Recht: bei mir kriegt auch nicht jeder, der die Fische haben will, auch tatsächlich welche. Fischverbraucher und die, die nach "schönen bunten" suchen, können gleich wieder gehen.
und um das mit dem Nichtweitergeben an bestimmte Leute an die hiesige Diskussion zu koppeln:
Selbst die beste Beschreibung, egal ob mündlich oder schriftlich, kann nicht die praktische Erfahrung mit eigenen Fischen ersetzen.
In meinem Falle Aphyosemion. Wer nicht über 2-3 Generationen mal stinkeinfache Aph. striatum gemacht hat, wird mit meinen kalten Inlandsarten eh nicht zurecht kommen. Es muss für ihn schon ganz natürlich sein Lebendfutter bereit zu stellen. Es dürfen bestimmt Fragen einfach nicht mehr kommen und er muss ein Feeling für Eierabsammeln entwickelt haben.
Das lässt sich nicht via Lesen und Links ersetzen und genauso funktioniert es bei vielen anderen Bereichen in der Aquaristik auch nur via Machen und nicht via Lesen.
Hallo,
meine schönste Aquaristikzeit hatte ich vor 2006 ...danach bekamen wir INTERNET...
Und ich wunderte mich...was die da für Fische pflegen..in die FOREN...selbst die Umbenennung vieler Fischarten...hatte ich doch vollkommen im Keller verpennt...und freute mich erstmal...da ich so "seltene" Arten pflegte..*lol...bis ich Bilder sah...
Zum Glück wurde es mir dann sehr freundlich erklärt ..das es wohl 97..?..einige Umbenennungen gab...
Ich werde nun diese schöne Zeit für mich zurück holen...in dem ich mich...aus den Foren weiterhin noch mehr schreibmäßig... zurück ziehen...werde...*GOTTSEIDANK...
Und nein...ich bin nicht eingeschnappt...sonstiges etc.pp.....euch weiterhin viel Spaß...
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